Skulptur

Teils assoziativ, teils in direkter Bezugnahme auf die Konsum-, Online-Spielwelt, welche Kampfeslust unreflektiert
oder bewusst einsetzt, oder auf zeitgenössische Bildquellen, lassen die Skulpturen aus Weichem Hartes werden und aus
Starkem Sanftes. So stellen sie sich gegen ihr eigenes Thema – das Material (Schaumstoff) steht im Widerspruch zu
dem meist martialischen Wesen der Arbeiten.
Mystische Wesen, Weltraumritter und Tödchengewächse- aus ein Re-Mix verschiedenster Versatzstücke entsteht, was
dem Betrachter auf irritierende und manchmal leicht ironisierende Weise zu neuen Blickweise anregen sollen.
Die reale Welt im Zerrspiegel. Proportionen werden entgegen ihrer früheren Bedeutung verschoben, eigene Ornamente
entworfen und schließlich aus einem Block geschnitten / in einheitlichem Material zusammengefügt. So wachsen
die Skulpturen autonom empor und sollen durch ihre Überladenheit und Dimension gleich der Überwältigungsstrategie
barocker Bildhauer verblüffen – oder aber man findet eine verschlüsselte Welt in seltsam kleiner Verschränkung vor.

Skulptur und Zeichnung

Das Experiment und Zusammenspiel zwischen drei- und zweidimensionaler Darstellung wird ausgelotet.

Zeichnung

Hauptsächlich soll in den Zeichnungen der Blick für unmögliche Symbiosen und Transformationen geöffnet
und eine Antwort auf die martialisch digitale Visualität unserer Zeit gegeben werden. Es finden sich aber
auch Einsamkeit und der Großstadtdschungel in den Arbeiten, welche in Mischtechnik ausgeführt sind.

 

Ulla Reiter