Die Arbeiten suchen die Verbindung, bzw. Vernetzung von Figuration und Abstraktion, es sind surreale Landschaften,
vielmehr Landschaftsassoziationen, die von unterschiedlichen Strukturen durchdrungen werden. Dem Betrachter wird zunächst
ein scheinbar klares Bild vorgelegt, um ihn im selben Moment wiederum zurückzustoßen und seinen gewohnten Blick zu durchbrechen.
Auch anhand der Technik spiegelt sich dieses Wechselspiel zwischen klarer und aufgebrochener Harmonie wider.
Es werden Mischtechniken verwendet, die Bildkomposition baut sich aus Strukturen auf, die bei großflächiger Verwendung den
Trennungsmoment zwischen zeichnerischem und malerischem Moment auflösen.
Dabei geht es ebenso um eine Verbindung der Gegensätzlichkeiten von Zeichnung und Malerei.Diese Verbindung erscheint möglich,
entweder in Harmonie, oder aber auch in Disharmonie. Es geht darum festgelegte Bilder zu durchbrechen, das Motiv dient als Aufhänger,
ist jedoch nichtausschlaggebend für die Gesamtarbeit. Sichtweisen sollen offen gelassen werden, ein figurativer Moment vermittelt
und dennoch die Welt der reinen Farbe, Struktur und Abstraktion eröffnet werden. So bietet sich dem Betrachter zunächst ein vermeintlich
klarer Bildraum und verschließt sich ihm in gleicher Weise wider. 

Sakia Espermüller